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SUMMARY:Verfolgung und Widerstand von Zeugen Jehovas – Das Ehepaar Duchmann aus Mainz | Vortrag und Lesung
DESCRIPTION:Nach der Verlegung der beiden ersten Stolpersteine für Zeugen Jehovas in Mainz am 17. September\, stehen die Biografien von Eva und Karl Duchmann\, für die diese Steine verlegt wurden\, im Zentrum des Vortragsabends. Mitglieder des Vereins für Sozialgeschichte Mainz haben intensiv zum Ehepaar Duchmann recherchiert und so können die Lebensgeschichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und dem Vergessen entrissen werden.  \nEva Duchmann war aktives Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Mainz und wurde im August 1943 von der Gestapo verhaftet. Nachdem sie in das Polizeipräsidium München eingeliefert wurde\, verurteilte der Volksgerichtshof Berlin sie zum Tode. Eva Duchmann wurde anschließend in das Berliner Frauengefängnis Barnimstraße überstellt. Am 13. Oktober 1944 wurde sie in Berlin-Plötzensee enthauptet. \nKarl Duchmann wurde im November 1943 ins Gefängnis München-Stadelheim eingeliefert\, wo er wenig später in seiner Zelle verstarb. Das NS-Regime hatte ihm „Bibelforscherei“ zur Last gelegt. \nDaneben wird der Historiker Christoph Wilker sein Projekt und Buch „Die unbekannten Judenhelfer – Wie Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen beistanden“ vorstellen. Im Nationalsozialismus verbreiteten die Zeugen Jehovas Protestflugblätter\, lehnten den Hitlergruß ab und verweigerten den Kriegsdienst. Für diesen Widerstand nahmen sie in Kauf\, selbst zu Verfolgten des NS-Regimes zu werden. Trotzdem setzten sie sich darüber hinaus über den herrschenden Antisemitismus hinweg und halfen ihren bedrohten jüdischen Mitmenschen. \nIn jahrelanger Recherche hat der Autor Christoph Wilker viele bewegende Einzelschicksale zusammengetragen. Diese Geschichten – begleitet von zahlreichen historischen Abbildungen und Dokumenten – beleuchten eine zu Unrecht vergessene Seite des zivilen Widerstands. Und sie schließen eine Lücke in der Geschichtsschreibung über die Zeit des Nationalsozialismus \nChristoph Wilker begleitet seit den 1990er Jahren Forschungs- und Gedenkprojekte zur NS-Zeit mit Schwerpunkt Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas. 2017/18 bereitete er im Auftrag von Prof. Dr. Winfried Nerdinger in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München eine Sonderausstellung über Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas vor\, die dort von September 2018 bis Januar 2019 zu sehen war und seitdem an anderen Orten als Wanderausstellung gezeigt wird. Wilker\, Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands\, veröffentlichte Bücher\, Fachaufsätze und Filmclips zur Thematik. \nAnmeldung erbeten per Mail an: kontakt@hde-mainz.de  \nEine Kooperationsveranstaltung mit dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz und der Volkshochschule Mainz.
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